Auktion 423

7. - 9. November 2018


Antike - Mittelalter - Neuzeit - LOts - Literatur

Goldener Herbst

Unsere diesjährige Herbstauktion eröffnete mit einer Spezialsammlung griechischer Münzen. Die von Dr. Schäfke im Rahmen seiner Untersuchung zum Themenfeld „Athena“ zusammengetragenen Prägungen, und hier besonders einige attische Kleinsilbermünzen (Nrn. 32, 35), stießen auf reges Interesse. Der Sonderband zur Sammlung ist ab sofort bei Dr. Busso Peus Nachf. erhältlich.

Auch die im Folgenden angebotene Partie keltischer Münzen war sehr nachgefragt. Neben dem stark bebotenen Treverer-Gold, erfuhren der seltene gallische Stater vom Typ Pons/Sainte Eanne (Nr. 173) sowie der fein geschnittene Quinar vom Nauheimer Typ (Nr. 184) eine außergewöhnliche Steigerung.

Römisches und byzantinisches Gold ist weiterhin beliebt und die zahlreichen Aurei und Solidi erzielten solide Ergebnisse. Hervorzuheben sind vor allem der seltene Galba-Aureus (Nr. 313) und der vorzügliche goldene Domitianus (Nr. 325). Der unedierte Solidus von Konstantin dem Großen (Nr. 424) fand für 8500€ seinen neuen Besitzer.

Bei den daran anschließenden Münzen des Auslands fiel die Serie venezianischer Zecchinen (Nrn. 1039-1088) besonders auf, deren Zuschläge die Schätzungen meist deutlich übertrafen. Ein großes Interesse zeigte sich erwartungsgemäß an den Münzen Polens und den russischen Raritäten, beispielsweise eines 2 Rubel 1723 (Nr. 1204). Ein gesteigertes Interesse war auch an den Goldgulden Ungarns (Nrn. 1358-1375) zu beobachten, die v.a. durch Internetbieter heiß umkämpft waren. Allgemein waren die über 200 habsburgischen Münzen und Medaillen, und darunter besonders diejenigen aus ostmitteleuropäischen Münzstätten, sehr gefragt.

Unter den altdeutschen Münzen wurden eine große Sammlung Nürnbergs sowie mehrere hübsche kleine Serien Bayerns, Brandenburg-Preußens, Mecklenburgs, Sachsens sowie der rheinischen Kurfürstentümer versteigert. Hier stachen immer wieder einzelne Raritäten, wie der sächsische 8fache Dukat auf das Vikariat Augusts des Starken 1711 (Nr. 2628, Schätzung 35.000 €, Zuschlag 67.500 €) oder eine Mecklenburg-Strelitzer 5 Taler-Pistole 1754 (Nr. 2348, Schätzung 15.000 €, Zuschlag 31.000 €) heraus.

An den außergewöhnlich erfolgreichen Bereich der altdeutschen Münzen, schlossen sich wie üblich die deutschen Reichsmünzen und die wieder einmal heiß umstrittenen Lots an.

Besonders sei noch auf die Versteigerung einer großen Numismatischen Bibliothek hingewiesen, die wegen ihres Umfangs überwiegend in Konvoluten angeboten wurde.

Für weitere hier eigentlich noch zu nennende Zuschlagspreise, verweisen wir auf die Ende dieser Woche erscheinende Ergebnisliste.

Geeignete Einlieferungen für unsere Auktionen nehmen wir jederzeit gerne entgegen