Auktion 428

28. - 29. April 2021

Antike - Mittelalter - Neuzeit - Papiergeld - LOts

 

Die 428. Auktion unseres Hauses legt im Bereich der Antike einen bedeutenden Schwerpunkt auf die griechische Numismatik.
Dieser Teil setzt sich aus vier Privatsammlungen zusammen, deren bedeutendste die Slg. Graeculus darstellt, deren erste Partie bereits überaus erfolgreich in Auktion 427 zugeschlagen wurde. In der gut 400 Stück umfassenden Griechenpartie finden sich erlesene Provenienzen. So sind die Sammlungen Konsul Weber, Kokoschka, Jameson, Niggeler und von Aulock mit Exemplaren vertreten, die teilweise seit vielen Dekaden nicht mehr am Markt waren.
Hervorzuheben ist beispielsweise das erste publizierte Exemplar einer Drachme von Argos, dem in den folgenden hundert Jahren gerade einmal fünf weitere folgten. Bedeutend auch die Tetradrachme von Terone, das beste Exemplar einer sehr seltenen Prägereihe. Sizilien ist mit zwei besonders prächtigen Tetradrachmen von Gela und Messana vertreten. Liebhaber der hellenistischen Münzkunst werden den vorzüglichen Goldstater zu schätzen wissen, der im Namen Philipps (III.) in Kolophon geprägt wurde, und dessen Apollonbildnis mit den Zügen Alexanders des Großen versehen ist. Besonders aus dem Hellenismus sind einige erlesene Stücke im Angebot, wie die Drachme des pontischen Königs Pharnakes aus der Slg. Jameson. Ein weiterer Schwerpunkt der Slg. Graeculus liegt, wie im Namen bereits anklingt, auf Kleinmünzen, von denen besonders auf dem Gebiet Kleinasiens einige hervorragend erhaltene Kleinkunstwerke angeboten werden.
Die Slg. Hrycyna wurde über fast 40 Jahre mit großer Sorgfalt und Hingabe zusammengetragen und hat ihren Schwerpunkt in Unteritalien und Sizilien. Aus dieser Partie sind die Didrachme aus Akragas mit dem schön ausgeprägten und gut zentrierten Krebs im Revers sowie die Tetradrachme der Karthager aus Lilybaion hervorzuheben. Aus den Prägungen des griechischen Mutterlandes sticht der Stater aus Olympia besonders hervor. Desweiteren wird mittels gängiger Stücke in schöner Qualität ein numismatischer Bogen gespannt, der über verschiedene Regionen Kleinasiens bis nach Ägypten und Karthago reicht. Nicht unerwähnt bleiben sollen in diesem Zusammenhang die hübsche Tetradrachme von Ptolemaios II. und der karthagische Elektronshekel.

Die Weltmünzen beginnen wie immer mit einer breiten Auswahl ausländischer Münzen und Medaillen und einem besonderen Höhepunkt. Der 10fache Dukat der ersten tschechoslowakischen Republik aus dem Jahr 1930 wurde nur 394mal geprägt. Des Weiteren ist eine fast komplette Serie von US-Gedenk-1/2 Dollars im Bereich der ausländischen Prägungen zu erwähnen. Nach den habsburgischen Münzen folgen die Münzen und Medaillen aus Gold und Silber der zahlreichen Stände des Römisch-deutschen Reiches, u.a. mit einigen schönen Talern Brandenburg-Preußens und einzelnen Highlights wie dem äußerst seltenen Mainzer Münzvereins-Goldgulden von 1626, der in der Münzstätte Frankfurt für Würzburg zur Auslösung der an Brandenburg-Ansbach verpfändeten Stadt Kitzingen geschlagen wurde. Eine seltene Überschneidung von Sammelgebieten!
Im weiteren Verlauf folgen wie gewohnt die Reichsmünzen, mit einigen Polierten Platten, bevor eine weitere Serie von Prägewerkzeugen den Bereich der Münzen abschließen. Wie bereits angedeutet folgt schließlich noch ein Höhepunkt der Auktion. Eine Serie von z. T. außergewöhnlich gut erhaltenen Banknoten der USA mit 45 Losen sollte unbedingt beachtet werden.
Den Abschluss bilden auch diesmal wieder günstig getaxte Lots, die wie alle anderen Objekte der Auktion nach Voranmeldung in unseren Geschäftsräumen besichtigt werden können.




Einlieferungen für unsere Auktionen nehmen wir jederzeit gerne entgegen